Coronavirus

Karliczek: Mehr Wissen zum Schutz gegen das Coronavirus

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Bundesforschungsministerin Anja Karliczek im Gespräch mit einer Labormitarbeiterin. Rechts im Bild: Frau Prof. Monique Breteler, Wissenschaftlerin des DZNE und Leiterin der aktuellen Untersuchungen über das Coronavirus. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/67245 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Bundesministerium für Bildung und Forschung/BMBF/Hans-Joachim Rickel"

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek im Gespräch mit einer Labormitarbeiterin. Rechts im Bild: Frau Prof. Monique Breteler, Wissenschaftlerin des DZNE und Leiterin der aktuellen Untersuchungen über das Coronavirus. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/67245 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Bundesministerium für Bildung und Forschung/BMBF/Hans-Joachim Rickel"

Bonner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, wie sich Gesundheitsfaktoren auf die Infektion mit dem Coronavirus auswirken Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat sich am heutigen Montag am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn über eine aktuelle Studie zum Coronavirus SARS-CoV-2 informiert

Berlin (ots) - Bonner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, wie sich Gesundheitsfaktoren auf die Infektion mit dem Coronavirus auswirken

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat sich am heutigen Montag am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Bonn über eine aktuelle Studie zum Coronavirus SARS-CoV-2 informiert. Das DZNE bittet derzeit die Teilnehmenden seiner "Rheinland Studie" - einer Bevölkerungsstudie im Raum Bonn - um einen Bluttest. Die Reihenuntersuchung soll zeigen, wie viele Menschen bereits mit dem Coronavirus infiziert waren. Gleichzeitig soll beantwortet werden, wie sich unterschiedliche Gesundheitsfaktoren (z. B. der allgemeine Gesundheitszustand, Lebensstil und Immunstatus) auf eine Coronavirus-Infektion auswirken.

Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Karliczek: "Wir können bei der Bekämpfung der neuen Krankheit COVID-19 nicht auf jahrelanges Expertenwissen zurückgreifen. Wir müssen den richtigen Umgang mit dieser Viruserkrankung vielmehr in Echtzeit erlernen. Deswegen bin ich froh, dass wir in dieser Situation auch auf die Kompetenzen der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung zurückgreifen können. Die Kohortenstudien, die diese Zentren durchführen, helfen uns dabei, die Einflussfaktoren von Krankheiten zu erkennen. Sie lassen Rückschlüsse auf deren Entstehung, den Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten zu. Vor allem geben sie uns Hinweise, wie wir Erkrankungen vorbeugen können.

Bestehende Kohorten - wie die "Rheinland Studie" oder auch die NAKO Gesundheitsstudie - können uns auch jetzt im Kampf gegen Corona sehr nutzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Studienteilnehmer sind bereits rekrutiert, die Forschenden können die vorhandenen Erkenntnisse nutzbar machen und diese mit spezifischen Daten zur Infektion mit dem Coronavirus verknüpfen. Dadurch können sie erheblich Zeit sparen und schnell zu wissenschaftlichen Erkenntnissen gelangen.

Das Projekt am DZNE wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und auch den Studienteilnehmern der Rheinland Studie danke ich für ihr Engagement. Ich werde mich auch in den nächsten Wochen und Monaten weiter dafür einsetzen, dass solch wertvolle Forschungsvorhaben zu Corona möglich gemacht werden können."

"Während das gesellschaftliche Leben durch die Corona-Epidemie ausgebremst wird, hat die Forschung an Geschwindigkeit zugelegt. Weltweit wird an Maßnahmen gegen das Virus geforscht. Seitens des DZNE wollen auch wir zur Bewältigung dieser Krise beitragen. Das Interesse unserer Studienteilnehmenden ist enorm. Von den Ergebnissen erhoffen wir uns besser zu verstehen, wie das Virus auf den menschlichen Körper wirkt und warum manche Personen Krankheitssymptome entwickeln und andere nicht. Untersuchen werden wir auch die langfristigen Folgen einer Infektion mit SARS-CoV-2 sowie die Effekte der Pandemie auf die physische und geistige Gesundheit", sagt Prof. Monique Breteler, Wissenschaftlerin des DZNE und Leiterin der aktuellen Untersuchungen über das Coronavirus.

Seit dem 24. April haben im Rahmen aktueller Studien über SARS-CoV-2 am DZNE bereits mehr als 3.000 Blutentnahmen stattgefunden. Die Reihenuntersuchung soll neben der Infektionszahl auch bei der wichtigen Frage helfen, warum die Erkrankten gar keine, milde oder schwere Symptome entwickelten. Die Blutproben werden hierzu auf spezifische Antikörper gegen SARS-CoV-2 getestet. Durch Abgleich dieser Befunde mit Daten über Gesundheit, Lebensstil und Immunstatus, die im Zuge der "Rheinland Studie" bereits erhoben wurden, erhoffen sich die Forschenden neue Erkenntnisse über den Erreger und darüber, wie diverse Gesundheitsfaktoren sich auf eine Coronavirus-Infektion auswirken. In einem halben Jahr sind Folgeuntersuchungen vorgesehen, um herauszufinden, wie sich die Zahl der Personen mit Antikörpern bis dahin weiterentwickelt hat. Wissenschaftliche Ergebnisse der aktuellen, ersten Untersuchungsreihe sind nicht vor Juli zu erwarten.

Hintergrund:

Die "Rheinland Studie" ist eine seit 2016 laufende Bevölkerungsstudie des DZNE im Raum Bonn. Innerhalb der Studie wird erforscht, welche Schutz- und Risikofaktoren, die Gesundheit von Erwachsenen bis ins hohe Alter beeinflussen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Gehirn und seinem Wandel im Laufe des Lebens. Grundsätzlich können alle Menschen ab 30 Jahren in die Studie eingeschlossen werden. Die Teilnahme ist jedoch nur auf Einladung möglich. Mehr als 5.000 Erwachsene beteiligen sich bereits, langfristig sollen bis zu 30.000 mitwirken.

Das DZNE erforscht sämtliche Aspekte neurodegenerativer Erkrankungen (wie beispielsweise Alzheimer, Parkinson und ALS), um neue Ansätze der Prävention, Therapie und Patientenversorgung zu entwickeln. Durch seine zehn Standorte (Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen, Ulm und Witten) bündelt es bundesweite Expertise innerhalb einer Forschungsorganisation. Das DZNE kooperiert eng mit Universitäten, Universitätskliniken und anderen Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene. Das DZNE wird vom BMBF und seinen Sitzländern gefördert. Es ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft.

Weitere Informationen:

www.dzne.de (http://www.dzne.de/)

www.rheinland-studie.de (http://www.rheinland-studie.de/)

Was tut das BMBF gegen COVID-19? Weitere Informationen zu anderen Förderaktivitäten finden Sie hier: www.bmbf.de/coronavirus (http://www.bmbf.de/coronavirus)

Pressekontakt:

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