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3sat zeigt Dokumentarfilm "Der Fall Tellkamp. Streit um die Meinungsfreiheit" von Andreas Gräfenstein

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Mittwoch, 18. Mai 2022, 20.15 Uhr Erstausstrahlung Lange haben Leserschaft und Feuilleton darauf gewartet, nun ist er da: Uwe Tellkamps neuer Roman Der Schlaf in den Uhren

Schriftsteller Uwe Tellkamp hat gerade seinen neuen Roman herausgebracht, die lange erwartete Fortschreibung seines Bestellers "Der Turm". / Nutzung des Bildes nur in Verbindung mit der Sendung inkl. Social Media / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6348 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Mainz (ots) -

Mittwoch, 18. Mai 2022, 20.15 Uhr Erstausstrahlung

Lange haben Leserschaft und Feuilleton darauf gewartet, nun ist er da: Uwe Tellkamps neuer Roman "Der Schlaf in den Uhren". Viel wurde in den letzten Jahren spekuliert – auch, ob der Suhrkamp Verlag überhaupt noch zu seinem Autor steht. Tellkamps Positionierung gegen islamische Zuwanderung und seine Nähe zur Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen führten zu massiver öffentlicher Kritik. 3sat zeigt "Der Fall Tellkamp. Streit um die Meinungsfreiheit" (Deutschland 2022) von Andreas Gräfenstein am Mittwoch, 18. Mai 2022, um 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung. Bereits um 19.20 Uhr zeigt die "Kulturzeit" ein Interview mit Regisseur Gräfenstein. Der Film ist in voller Länge und als fünfteiliger Mehrteiler ab Mittwoch, 18. Mai 2022, 6.00 Uhr, in der 3sat-Mediathek und der ZDFmediathek abrufbar. Außerdem zeigt das ZDF eine 45-Minuten-Fassung am Sonntag, 12. Juni 2022, um 0.35 Uhr.

Susanne Dagens Buchhaus Loschwitz galt lange als Ort der bürgerlichen Mitte in Dresden. Noch bis 2006 veranstaltete der Kulturwissenschaftler Paul Kaiser im Buchhaus eine Diskussionsreihe. Heute sagt er: "Das Buchhaus war ein freigeistiger Ort, doch mit dem offensiven Bekenntnis zu Götz Kubitschek war für mich die rote Linie überschritten." Dagen kooperierte mit dem vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall geführten Antaios Verlag von Götz Kubitschek. 2021 wurde eine Buttersäurebombe ins Buchhaus Loschwitz geworfen. Die Fronten verhärteten sich: Streitgespräche und direkte Auseinandersetzung gibt es kaum noch, stattdessen Schweigen. "Wir werden behandelt, als wären wir Verbrecher“, sagt Tellkamp, der erstmals für diesen Film wieder Interviews gibt. Wie konnte es passieren, dass ein einst diskussionsfreudiger Kreis Intellektueller die Streitkultur aufgegeben hat und nun nicht mehr miteinander debattieren kann? Neben Uwe Tellkamp, Susanne Dagen und Paul Kaiser kommen die Schriftstellerin Monika Maron, der Autor Ingo Schulze, der Theatermacher Heiki Ikkola, die Autorin Jana Hensel, der Theologe und Politiker Frank Richter sowie die Journalisten Stefan Locke (FAZ) und Martin Machowecz (DIE ZEIT) zu Wort.

Regisseur Andreas Gräfenstein hat mehr als zwei Jahre an diesem Film gearbeitet. Er selbst hat in Dresden gelebt, kennt Orte und handelnde Personen. Sein Film ist der Versuch, jenseits des politisch Extremen die Sprachlosigkeit der Debatte zu überwinden.

Video-Stream zum Film für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten im 3sat-Pressetreff: kurz.zdf.de/mhNo/

Ansprechpartnerin: Claudia Hustedt, Telefon: 06131 – 70-15952; Presse-Desk, Telefon: 06131 – 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und über presseportal.zdf.de/presse/derfalltellkamp

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