Religion

Amsterdam Machsor. Ein Schatz kehrt heim nach Köln / Sonderausstellung präsentiert europäisches Kooperationsprojekt

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Sonderausstellung präsentiert europäisches Kooperationsprojekt / Amsterdam Machsor, ca. 1250, © K.W. Schmidt / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/136110 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln/Klaus W. Schmidt"

Sonderausstellung präsentiert europäisches Kooperationsprojekt / Amsterdam Machsor, ca. 1250, © K.W. Schmidt / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/136110 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln/Klaus W. Schmidt"

Ausstellungsdauer: 25.09.2019-12.01.2020 Veranstalter: MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in Kooperation mit Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und Joods Historisch Museum/Amsterdam Ort: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Obenmarspforten, D-50667 Köln Pressekonferenz: Dienstag, 24

Köln (ots) - Ausstellungsdauer: 25.09.2019-12.01.2020

Veranstalter: MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in Kooperation mit Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud und Joods Historisch Museum/Amsterdam

Ort: Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Obenmarspforten, D-50667 Köln

Pressekonferenz: Dienstag, 24. September 2019, 11 Uhr

Ein bedeutendes Highlight des künftigen MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln wird ab dem 25. September als Gastexponat im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zu sehen sein. Der Amsterdam Machsor, 2017 in einer europäischen Kooperation des Landschaftsverbands Rheinland mit dem Joods Historisch Museum Amsterdam und mit Unterstützung namhafter Sponsoren und Stiftungen erworben, kehrt damit an seinen Herkunftsort Köln zurück und wird in einer Sonderausstellung präsentiert.

Das herausragende Zeugnis jüdischer Kulturgeschichte aus dem 13. Jahrhundert stellt auf 331 Seiten den spezifischen Kölner Ritus zu den jüdischen Feiertagen dar und zählt zu den ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen Raum. Die großformatigen Pergamentblätter umfassen Gebete und liturgische Gedichte, die mit eindrucksvollen Malereien in Form von Goldinitialen, Ranken, Filigranen und Figuren illustriert sind. Nach Fertigstellung des MiQua soll der Amsterdam Machsor ab 2021 in der Dauerausstellung des Museums in unmittelbarer Nähe zur Synagoge, wo er im Mittelalter gelesen wurde, gezeigt werden.

Bis zum 12. Januar 2020 erhält das Publikum nun vorab die Möglichkeit, diesen in Deutschland einzigartigen Schatz im Fenstersaal des Wallraf-Richartz-Museums mit Blick auf die Ausgrabungen am Kölner Rathaus zu studieren. Der Amsterdam Machsor wurde in Köln zuletzt in der Ausstellung Monumenta Judaica (1963/64) gezeigt. Die um 1250 entstandene Handschrift gelangte 1669 in den Besitz der aschkenasischen Gemeinde in Amsterdam, wo sie bis zu ihrem Ankauf bewahrt wurde. Der Gründungsdirektor des MiQua, Dr. Thomas Otten, ist davon überzeugt, dass der Amsterdam Machsor ein besonderes Erlebnis für das Publikum darstellen wird, da er Einblicke in noch unbekannte jüdische Lebenswelten des Mittelalters in Deutschland, insbesondere in die jüdische Kultur Kölns, gewährt. Im späteren Museum wird die Ausstellung durch ein digitales Buch ergänzt, das die jüdischen Feiertage anhand der Texte und Malereien erklärt.

Am 24. September 2019 werden zur Pressekonferenz um 11 Uhr und zur Eröffnung um 19 Uhr neben Dr. Marcus Dekiert (Direktor Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud) und Dr. Thomas Otten (Direktor MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln) auch Prof. Dr. Emile Schrijver (Generaldirektor Joods Historisch Museum und Joods Cultureel Kwartier, Amsterdam) sprechen. Am Abend werden zudem Anne Henk-Hollstein (Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland) und Susanne Laugwitz-Aulbach (Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln) erwartet. Ebenso werden Vertreterinnen und Vertreter der Sponsoren und Stiftungen zugegen sein, die das Projekt maßgeblich unterstützt haben.

Original-Content von: MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, übermittelt durch news aktuell