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Umfrage: Telemedizin für 71 Prozent der ab 60-Jährigen keine Option

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Ältere Bundesbürger sehen eine Online-Sprechstunde von Ärzten besonders skeptisch. In einer repräsentativen GfK-Umfrage für das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber sagten 71,0 Prozent der ab 60-Jährigen, dass sie sich niemals per Telemedizin behandeln lassen würden, weil sie immer persönlich mit dem Arzt sprechen möchten

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Baierbrunn (ots) - Ältere Bundesbürger sehen eine Online-Sprechstunde von Ärzten besonders skeptisch. In einer repräsentativen GfK-Umfrage für das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" sagten 71,0 Prozent der ab 60-Jährigen, dass sie sich niemals per Telemedizin behandeln lassen würden, weil sie immer persönlich mit dem Arzt sprechen möchten. Von allen Bundesbürgern lehnen mit 55,0 Prozent deutlich weniger eine Fernbehandlung strikt ab.

"Für viele Senioren ist Telemedizin noch mit Ängsten verbunden", sagt Dr. Amin-Farid Aly, Referent für Telemedizin und Telematik an der Bundesärztekammer in Berlin. Ein Grund für die Skepsis ist die Technik. Nicht jeder über 70-Jährige verfügt über digitale Kommunikationsmittel; nicht jeder von ihnen kann mailen oder chatten. "Vor allem ist es für die Generation 70plus ungewohnt, im Wohnzimmer zu sitzen und per Videokonferenz mit dem Arzt über gesundheitliche Beschwerden zu sprechen", sagt Aly. Diese Scheu dürfe nicht aus den Augen gelassen werden, warnt er. "Es darf nicht sein, dass manche Menschen bei Neuerungen im Gesundheitssystem einfach nicht mitgenommen werden."

In der "Senioren Ratgeber"-Umfrage stimmten 81,2 Prozent der ab 60-Jährigen der Aussage zu, dass gerade für ältere Patienten Telemedizin kein gutes Angebot ist, weil sie sich mit den damit verbundenen technischen Anforderungen nicht so gut auskennen. Die repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "Senioren Ratgeber" wurde von der GfK Markforschung Nürnberg bei 1.007 Frauen und Männern ab 14 Jahren durchgeführt. Befragungszeitraum: 4. bis 11. Januar 2019.

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