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Bundeswehr soll weiter mit den Aufgaben wachsen - Jährliche Analyse empfiehlt zusätzlich 5.000 militärische und 4.600 zivile Posten

Angetretene Soldaten

Mit dem gestern zum dritten Mal durchgeführten Leitungsboard Personal hat Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen die Planung des Personalumfangs der Bundeswehr bis ins Jahr 2025 gebilligt

Köln (ots) - Mit dem gestern zum dritten Mal durchgeführten Leitungsboard Personal hat Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen die Planung des Personalumfangs der Bundeswehr bis ins Jahr 2025 gebilligt.

Diese sieht gegenüber den Prognosen von 2024 einen weiteren benötigten Aufwuchs von rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten vor, darunter 1.000 Stellen für Reservistendienst Leistende sowie rund 4.600 Haushaltsstellen für zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In der Summe wird die Bundeswehr damit perspektivisch auf rund 203.000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 66.000 Haushaltsstellen für zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis Mitte des nächsten Jahrzehnts ausgeplant.

Hauptfaktoren für den steigenden Personalbedarf sind zunehmende internationale Verpflichtungen gegenüber der NATO und der EU, insbesondere die Bereitstellung für Kräfte der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) in 2023 oder Projekte im Rahmen der Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit (PESCO).

Die rasanten Entwicklungen im Cyber- und Informationsraum sowie die Anstrengungen zur Digitalisierung der Streitkräfte und die Reorganisation der Beschaffungsorganisation sind weitere Treiber. Die Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr sollen weitere Gesetzespakete steigern, die derzeit noch regierungsintern abgestimmt werden.

Hintergrund

Die Bundeswehr muss auf außen- und sicherheitspolitische Einflüsse jederzeit angemessen reagieren können. Ziel der "Trendwende Personal" ist es, die Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu erhöhen und wichtige Zukunftsfähigkeiten aufzubauen. Daher wurden 2016 die starren Obergrenzen für das militärische und zivile Personal durch ein neues und flexibles Verfahren, die Mittelfristige Personalplanung (MPP), ersetzt. Sie analysiert und priorisiert regelmäßig den Bedarf der Bundeswehr anhand des sich angesichts der Sicherheitslage verändernden Fähigkeitsprofils. Ihr Betrachtungszeitraum umfasst jeweils sieben Jahre. Im Rahmen des jährlichen Personalboards erfolgt dann die regelmäßige Überprüfung des nunmehr "atmenden" Personalkörpers.

Ein sachgerechter Aufwuchs für eine so große Organisation wie die Bundeswehr ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Trotzdem ist es durch die "Trendwende Personal" bereits nach kurzer Zeit gelungen, eine echte Trendumkehr in dem seit über 25 Jahren andauerndem Schrumpfungsprozess der Bundeswehr einzuleiten. Seit dem historischen Tiefstand im Juni 2016 mit seinerzeit rund 166.500 Berufs- und Zeitsoldatinnen und -soldaten ist es bis heute gelungen, auf knapp 172.500 Berufs- und Zeitsoldatinnen und -soldaten aufzuwachsen - ein Plus von rund 6.000 Berufs- und Zeitsoldaten in zweieinhalb Jahren.

Verbunden mit dem Aufwuchs ist das Ziel, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands zu machen. Dafür wurde bereits eine Fülle von Maßnahmen ergriffen. Sie reichen von spürbaren Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Dienst über die Modernisierung von Kasernen bis hin zu einer sachgerechteren Vergütung sowie einer verbesserten sozialen Absicherung für unsere Soldatinnen und Soldaten. Für diese Legislatur sind weitere Gesetzespakete geplant.

Die trotz der gegenläufigen demographischen Entwicklung konstant hohe Bewerberlage zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. In 2017 gingen rund 125.000 Bewerbungen ein, ca. 25.000 Stellen wurden besetzt. Für 2018 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. 2018 wurde die Bundeswehr in der Trendence Umfrage auf Platz 3 der beliebtesten potentiellen Arbeitgeber für Schülerinnen und Schüler gewählt.

Mit Stand 31.10.2018 hat die Bundeswehr rund 263.000 Angehörige, davon 180.000 im militärischen und 83.000 im zivilen Bereich. Der Frauenanteil ist dabei seit Öffnung aller Laufbahnen im Jahr 2001 kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile bilden über 21.800 Soldatinnen 12% des militärischen Personals.

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