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Jüdischer Weltkongress: Präsident Ronald Lauder dankt Bundeskanzlerin Angela Merkel für deutschen Beitrag in Höhe von 60 Millionen Euro zum Erhalt der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

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Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC) Ronald Lauder (r) führt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Gedenkstätte Auschwitz durch die konservatorische Werkstatt. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/137488 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/World Jewish Congress (WJC)/SHAHAR AZRAN"

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC) Ronald Lauder (r) führt Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Gedenkstätte Auschwitz durch die konservatorische Werkstatt. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/137488 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/World Jewish Congress (WJC)/SHAHAR AZRAN"

Anlässlich ihres ersten Besuches auf dem Gelände des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau dankte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, dass Deutschland der Stiftung zur Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro bereitstellt

Auschwitz (ots) - Anlässlich ihres ersten Besuches auf dem Gelände des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau dankte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, dass Deutschland der Stiftung zur Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau 60 Millionen Euro bereitstellt. Angela Merkels Besuch ist der erste in ihrer 14-jährigen Amtszeit als Bundeskanzlerin, der erste Besuch eines deutschen Regierungschefs seit 19 und erst der vierte Kanzler-Besuch in Auschwitz überhaupt. Der Besuch findet kurz vor dem 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau und unter dem Vorzeichen eines zunehmenden Antisemitismus in Europa und weltweit statt.

Bundeskanzlerin Merkel trat durch das berüchtigte Tor des Lagers mit der Aufschrift "Arbeit Macht Frei" ein und entzündete eine Kerze zum Gedenken an die mehr als 1,1 Millionen Menschen, die in Auschwitz getötet wurden. Begleitet wurde sie vom polnischen Premierminister Mateusz Morawiecki, dem Direktor des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau Piotr M.A. Cywinski, sowie dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.

WJC-Präsident Lauder führte Bundeskanzlerin Merkel durch die konservatorische Werkstatt des Museums, das an der Erhaltung jedes Gebäudes, jedes Dokumentes und aller Gegenstände bis hin zu jedem einzelnen Schuh arbeitet. Präsident Lauder engagiert sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung des Standorts Auschwitz-Birkenau und sammelte international mehrere zehn Millionen Dollar, um die Erhaltung einschließlich der Einrichtung der konservatorischen Werkstatt im Jahr 2003 zu finanzieren. Bundeskanzlerin Merkel besuchte auch das Gebäude der sogenannten "Zentralsauna" ehemaligen Lager Birkenau, in dem die Häftlinge einer "Desinfektion" unterzogen wurden, bevor sie zur Sklavenarbeit gezwungen wurden.

"Der Antisemitismus bleibt eine niederträchtige, allgegenwärtige und wiederauflebende Kraft auf der Welt und macht die Holocaust-Erziehung so wichtig wie nie zuvor", sagte WJC-Präsident Lauder. "Bundeskanzlerin Merkel ist eine geschätzte und verlässliche Verbündete im Kampf gegen diesen ältesten Hass. Der Erhalt und die Erhaltung der Überreste des Holocaust sind von entscheidender Bedeutung, um genaue Aufzeichnungen über die begangenen Gräueltaten zu führen, zumal die überlebenden Zeitzeugen, die aus erster Hand berichten können, immer weniger werden. Nur wenn wir die Vergangenheit kennen, können wir unsere Zukunft schützen, und wir sind Bundeskanzlerin Merkel zutiefst dankbar, dass sie sich für die Erhaltung des Ortes einsetzt, an dem die Nazis fast eine Million Juden ausschließlich deshalb brutal ermordeten, weil sie Juden waren."

Bundeskanzlerin Merkel würdigte die Konservierungsarbeiten und dankte: "Mit große, Engagement wurde dafür gesorgt, dass dieser Ort weiter Zeugnis ablegt." "Diese Geschichte muss erzählt werden, immer und immer wieder", so Merkel.

Im Oktober 2019 zeichnete der Jüdische Weltkongress Bundeskanzlerin Merkel mit dem WJC Theodor Herzl Preis für ihre Bemühungen um den Schutz und die Förderung des jüdischen Lebens in Deutschland und ihre Unterstützung Israels aus.

Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau ist einer der wichtigsten sichtbaren und erlebbaren Orte des Holocaust und eine wichtige Erinnerung an das Böse, das aus Fanatismus und Hass entstehen kann.

Der Besuch von Bundeskanzlerin Merkel in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau findet zu einer Zeit statt, in der Antisemitismus und Nationalismus in ganz Europa und in den USA zunehmen und das weltweite Verständnis für den Holocaust abnimmt. So steigt in Deutschland seit Jahren die Zahl der antisemitischen Straftaten an.

Der Jüdische Weltkongress und Präsident Lauder werden am 27. Januar 2020, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz-Birkenau abermals in die Gedenkstätte kommen, um mit rund 200 Überlebenden sowie Staatsoberhäuptern und Vertretern jüdischer Gemeinden aus aller Welt gemeinsam zu gedenken.

Im Vorfeld des Internationalen Holocaust-Gedenktages wird das WJC seine vierte jährliche weltweite #WeRemember-Kampagne starten, um über die Schrecken des Holocaust weiter aufzuklären.

Über den Jüdischen Weltkongress

Der World Jewish Congress (WJC) ist die internationale Organisation, die jüdische Gemeinschaften in 100 Ländern gegenüber Regierungen, Parlamenten und internationalen Organisationen vertritt.

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