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Nitrat-Streit: Bauernpräsident wirft Umweltbundesamt "Panikmache" vor

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hat dem Umweltbundesamt im Streit um Nitrat im Grundwasser "Panikmache" zu Lasten von Bauern vorgeworfen: "Das Umweltbundesamt versucht gezielt, die Bevölkerung gegen die Landwirtschaft aufzubringen", sagte Rukwied der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Montag).

Die Behörde hatte vor steigenden Wasserpreisen infolge der Nitratbelastung des Grundwassers gewarnt und die Verantwortung dafür auch Bauern gegeben.

Laut Rukwied ist die prognostizierte Preissteigerung von 45 Prozent aber nicht seriös. Der Bauernpräsident rief zu einer differenzierten Betrachtung auf. "Es gibt Regionen mit hoher Nitratbelastung. Das ist unbestritten, hier gilt es die Situation deutlich zu verbessern."

Er verwies auf die gerade in Kraft getretene Düngeverordnung. "Die neuen, strengen Vorgaben müssen jetzt erst einmal umgesetzt und anschließen die Auswirkungen in den nächsten Jahren bewertet werden", so Rukwied. Über Nacht werde keine durchgreifende Verbesserung zu erzielen sein. Dies sei ein langfristiger Prozess.