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HZA-KR: Hauptzollamt Krefeld - Zahlen, Daten, Fakten für 2019 / - 2,8 Milliarden Euro eingenommen - 94 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt - 10 Millionen Euro Schadenssumme durch Schwarzarbeit ermittelt

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Bild Zoll

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Mit Blick auf die vorgelegten Zahlen stellte Regierungsdirektor Jörg Danschewitz-Ludwig, Leiter des Hauptzollamtes Krefeld, die Bilanz für das Jahr 2019 vor: Auch, wenn wir in Zeiten der Corona-Pandemie andere Sorgen haben, sollten die guten Ergebnisse des letzten Jahres Beachtung finden

Krefeld (ots) - Mit Blick auf die vorgelegten Zahlen stellte Regierungsdirektor Jörg Danschewitz-Ludwig, Leiter des Hauptzollamtes Krefeld, die Bilanz für das Jahr 2019 vor: "Auch, wenn wir in Zeiten der Corona-Pandemie andere Sorgen haben, sollten die guten Ergebnisse des letzten Jahres Beachtung finden." Die erfolgreiche Bilanz beruht auf den täglichen Einsatz der rund 400 engagierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauptzollamtes, so Danschewitz-Ludwig weiter. Neben den klassischen Aufgaben, der Erhebung von Zöllen, Verbrauchsteuern und Einfuhrumsatzsteuer standen wieder die Maßnahmen der Kontrolleinheit Verkehrswege zur Bekämpfung von Drogen-, Bargeldschmuggel und Steuerhinterziehung sowie die Bekämpfung der Schwarzarbeit im Fokus.

Die Bilanz im Einzelnen

Erhebung von Abgaben - Der Zoll, die Einnahmeverwaltung des Bundes

Das Hauptzollamt Krefeld hat im Jahr 2019 rund 2,8 Milliarden Euro (2018: 1,08) für die Kassen des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union eingenommen. Die Haupteinnahmequellen waren dabei die Verbrauchsteuern. Darunter machte die Stromsteuer mit rund 334.9 Millionen Euro (2018: 238,3) den größten Anteil aus. Die Energiesteuer schlug mit 160,2 Millionen Euro (2018: 136,4) zu Buche. Die Einnahmen aus der Branntweinsteuer betrugen 64,1 Millionen Euro (2018: 60,3). Die Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer betrug 1,34 Millionen Euro (2018: 1,3 Mio.). Im Bezirk des Hauptzollamtes Krefeld sind rund 898.444 Fahrzeuge gemeldet.

An Einfuhrumsatzsteuer wurden 683,3 Millionen Euro (2018: 309,6) vereinnahmt. Die erhobenen Zölle, die an die Europäische Union abgeführt werden, betrugen im abgelaufenen Jahr 99,3 Millionen Euro (2018: 104,8). Die den Ländern zustehende Biersteuer brachte dem Land Nordrhein-Westfalen rund 4,6 Millionen Euro (2018: 5,1) ein.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit - Schaden von der Allgemeinheit abwenden

Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führten im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung 2019 insgesamt 1364 Außenprüfungen durch. Zusätzlich wurden 2019 noch 845 Arbeitgeber (2018: 788) in allen Branchen überprüft. Als Ergebnis der Kontrollen leitete die FKS 3.594 Ermittlungsverfahren (2018: 3.083) wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit gegen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie 332 Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten (2018: 322) ein. Die Höhe der durch das Hauptzollamt festgesetzten Bußgelder betrug 2019 386.419 Euro (2018: 233.308). Die Schadenssumme an hinterzogenen Steuern und Sozialabgaben hinsichtlich der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen belief sich auf etwa 10,7 Millionen Euro (2018: 16,0). Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen in Höhe von insgesamt 255 (2018: 80,5) Jahren und sprachen Geldstrafen von 1,2 Millionen Euro (2018: 972.375) aus.

101 Bedienstete sind an den Standorten Krefeld und Mönchengladbach mit dem zentralen Aufgabenbereich, der Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie der Bekämpfung der organisierten Formen von Schwarzarbeit befasst. Zudem wurden regionale und bundesweite Schwerpunktprüfungen, unter anderem im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Baugewerbe sowie im Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe durchgeführt.

Kontrolleinheit Verkehrswege - Bekämpfung von Drogenschmuggel und Steuerhinterziehung

Die Kontrolleinheit Verkehrswege mit Sitz in Nettetal-Kaldenkirchen stellt die zollamtliche Überwachung des Warenverkehrs sicher. Dazu sind die Zöllner tagtäglich rund um die Uhr im Kontrollgebiet des Hauptzollamtes Krefeld zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Einsatz. Schwerpunkte der Überwachungs- und Kontrolltätigkeit sind die Bekämpfung von Drogen- und Bargeldschmuggel, Produktpiraterie sowie Steuerhinterziehung. Im Jahr 2019 stellte diese Kontrolleinheit mehr als 94 Kilogramm (2018: 88) Rauschgift sowie bei Bargeldkontrollen bei der Ein- und Ausreise aus einem EU-Mitgliedstaat über 1,4 Millionen Euro Bargeld sicher. Insgesamt führten sie dabei 10.183 Personenkontrollen durch. Die Zöllner aus Kaldenkirchen beschlagnahmten rund 29 Kilogramm Marihuana, 49 Kilogramm Amphetamin, neun Kilogramm Kokain und über fünf Kilogramm Crystal. Zwölf Personen wurden aufgrund von Drogendelikten festgenommen. Im Rahmen der sogenannten "Grenzvollstreckung" konnten durch die Kontrolleinheit Verkehrswege Kaldenkirchen 22 Vollstreckungsaufträge und Forderungen mit einem Volumen von über 5.000 Euro erledigt werden. Mit diesem EDV-gestützten Verfahren werden im Rahmen von allgemeinen Kontrollen ausländische Schuldner, die keinen gemeldeten Wohnsitz in Deutschland haben, festgestellt und ausstehende Forderungen eingetrieben.

Ahndung

Die Ahndung aufgedeckter Verstöße gegen Rechtsvorschriften des Zoll- und Verbrauchsteuerrechts sowie gegen Einfuhrverbote (z.B. verbotene Waffen, Artenschutz, Marken- und Produktpiraterie) ist ebenfalls Aufgabe des Hauptzollamtes Krefeld. 6.985 (2018: 6903) Straf- sowie 1268 (2018: 1101) Ordnungswidrigkeitenverfahren sind aus diesem Bereich durch die zentrale Buß- und Strafsachenstelle im Jahr 2019 eingeleitet sowie über 1,5 Millionen (2018: 1,3 Millionen) Euro Bußgelder verhängt worden. Fast eine halbe Million Euro an Geldauflagen mussten Personen an die Zollkasse abführen, um eine weitere Strafverfolgung abzuwenden. Darüber hinaus mussten 1313 Verstöße im Bereich der Kfz-Steuer geahndet werden.

Zollämter

In den Zollämtern Krefeld-Uerdingen, Mönchengladbach, Neuss und Schwanenhaus wurden im Jahr 2019 fast 4,5 Millionen (2018: 4,0) Positionen im EDV-gestützten ZOLL-Anmeldeverfahren ATLAS bei der Ein- und Ausfuhr von Waren bearbeitet.

Die Post-Zollstellen der Zollämter Mönchengladbach, Neuss und Krefeld-Uerdingen fertigen jährlich bis zu 30.000 Postpakete ab, die aus Ländern kommen, die nicht zur Europäischen Union gehören. Durch die bereits in China ausgebrochene Corona-Pandemie zeichnete sich bereits in den Monaten November und Dezember 2019 ein Rückgang bei den Abfertigungszahlen im Postversand ab, sodass die Vorjahreszahlen nicht ganz erreicht werden konnten. In 418 Fällen mussten die Zöllnerinnen und Zöllner der vier Zollämter die Aushändigung der Postpakete aufgrund von nicht erlaubt eingeführten Markenfälschungen verweigern. Betroffen waren 64.071 Artikel mit einem Volumen von über 600.000 Euro. Die hierbei am häufigsten beschlagnahmten Gegenstände waren Körperpflegeprodukte und Spielzeug, dicht gefolgt von Schuhen und Bekleidung. Die Waren wurden hauptsächlich im Internet bestellt und kamen zu 70 Prozent aus China.

Zusatzinformation

Der Zoll sucht Nachwuchs Zum 1. August 2021 sucht der Zoll für den mittleren und gehobenen Zolldienst wieder Nachwuchskräfte. Mit der Nachwuchskampagne "MIT GEBALLTER ZOLL-POWER IM EINSATZ" sollen Jugendliche für die interessanten, vielseitigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Überwachung des Warenverkehrs, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Kontrolleinheiten, Zollfahndung, Vollstreckung und Spezialeinheiten fasziniert werden.

Die Ausbildung beim Zoll bietet:

- eine Ausbildung im Rahmen eines Beamtenverhältnisses, - die anschließende Übernahme ist die Regel, - Ausbildungsbezüge während der Ausbildung / Studium, - einen krisensicheren Arbeitsplatz, - bundesweite Einsatzmöglichkeiten, - Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Voraussetzung für eine Ausbildung beim Zoll ist mindestens ein Realschul- oder gleichwertiger Abschluss für die zweijährige Ausbildung im mittleren Zolldienst. Fachhochschulreife oder das Abitur werden für das dreijährige Studium beim Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung in Münster für den gehobenen Zolldienst benötigt. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2020.

Weitere Informationen zur Ausbildung und Einstellung unter: ZOLL.de zoll-karriere.de facebook.com/zoll.karriere instagram.com/zoll.karriere/

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Krefeld Pressesprecher Rainer Wanzke Telefon: 02151-850 10600 Mobil: 0172 - 2445778 E-Mail: presse.hza-krefeld@zoll.bund.de www.zoll.de

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