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"Schaue ich fern und plötzlich schießt einer, muss ich ausschalten"

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Das Denkmal des Künstlers Martin Schöneich "Gebrochener Ring" soll an die Opfer des Amoklaufs erinnern. © SWR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: SWR" (S2). SWR-Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-24429, foto@swr.de Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7169 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SWR - Südwestrundfunk"

SWR erinnert an den Amoklauf von Winnenden und die Folgen / Archivradio ab 22.2. in SWR2 und als Podcast / Multimedia-Schwerpunkt u

SWR erinnert an den Amoklauf von Winnenden und die Folgen / Archivradio ab 22.2. in SWR2 und als Podcast / Multimedia-Schwerpunkt u. a. mit "SWR1 Leute" und Doku im SWR Fernsehen

"Schaue ich fern und plötzlich schießt einer, vielleicht auch noch unerwartet, muss ich ausschalten," zitiert Steffen Sailer sich selbst. Der Jugendliche war vor zehn Jahren am Tag des Amoklaufs in Winnenden als Schüler im Klassenzimmer der 9c, in dem die Tat begann. Seine Erlebnisse und ihre Nachwirkungen schilderte er vier Jahre später am 11. März 2013 in SWR4. Ausschnitte der Sendung sind jetzt im "SWR2 Archivradio" noch einmal zu hören. Am 11. März 2009 tötete ein 17-Jähriger in Winnenden und Wendlingen 15 Menschen, vor allem an seiner ehemaligen Schule, und am Ende sich selbst. Ein multimedialer Schwerpunkt des Südwestrundfunks (SWR) blickt ab 22. Februar im Radio, im Web sowie im SWR Fernsehen nochmals auf das tragische Ereignis und seine Folgen.

Diskussion über Schulpsychologen, das Waffenrecht und die Rolle der Medien SWR Reporter Knut Bauer hatte im März 2009 im Auftrag von Radio Stuttgart für den ARD-Hörfunk über den Amoklauf berichtet. Im Gespräch mit Autor Christoph König schildert er in "SWR2 Wissen: Archivradio" an Hand von Originalberichten die Abfolge der Ereignisse, aber auch die Diskussionen über eine Verschärfung des Waffenrechts und die Berichterstattung der Medien (SWR2, 22. Februar, 8:30 Uhr). "Hysterie, Übertreibung, das Dran-Kleben an den Opfern..., das kann man kaum noch ertragen," kritisierte der Kölner Medienwissenschaftler und Publizist Dietrich Leder am 19. März 2009 in "SWR1 Thema heute" die Berichterstattung über den Amoklauf. Stefan Detjen, damals Chefredakteur des Deutschlandfunks, beschrieb in derselben Sendung das Bedürfnis der Menschen, das Unfassbare fassbar zu machen: "Man will sich überzeugen: Das, was ich gehört habe, ist tatsächlich Fakt." Weitere Original-Tondokumente, die am Tag des Amoklaufs und in der Zeit danach im Radio zu hören waren, veröffentlicht das "SWR2 Archivradio" auch auf archivradio.de und in seinem Podcast-Kanal. Dazu gehören die Pressekonferenz mit Innenminister Rech und Polizeipräsident Hetger, die Diskussion mit Schützenvereinen zur Verschärfung des Waffenrechts und Berichte über die Kampagne gegen so genannte Killerspiele.

Dokumentation im SWR Fernsehen

In der 45-minütigen Dokumentation "Die Wunden des Amoklaufs - Winnenden 10 Jahre danach" am 6. März um 21 Uhr im SWR Fernsehen schildern Betroffene, wie sie die Tat damals erlebt haben und wie es ihnen heute geht. Noch immer kämpfen Angehörige der Opfer, die Schule und die Stadt um Normalität. Andrea Lotter und Stefan Maier haben sich auf Spurensuche begeben und Erstaunliches erfahren: Das beherzte Eingreifen dreier Streifenpolizisten konnte damals ein noch viel größeres Blutbad verhindern. Sie waren vermutlich bundesweit mit die ersten, die der damalige Polizeichef der Waiblinger Polizei vorausschauend für den Amokfall hatte ausbilden lassen. Besonders betroffen gemacht hat die Fernsehautoren, wie tief die Wunden auch nach zehn Jahren noch sind: "Auch nicht unmittelbar Betroffene, etwa Polizisten oder Bürgermeister, hatten Tränen in den Augen, wenn sie mit uns sprachen."

Sendungen im Radio

22. Februar 2019, 8:30 Uhr, "SWR2 Wissen: Archivradio. Der Amoklauf von Winnenden und seine Folgen" Ab 22. Februar als Podcast und auf archivradio.de: "SWR2 Archivradio: 10 Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden - Originaltondokumente" 10. März 2019, 12:05 Uhr, "SWR2 Glauben: Gott nach Auschwitz, Fukushima und Winnenden -Wie Katastrophen den Glauben verändern" Neuer Sendetermin: 11. März 2019, 10 Uhr, SWR1 Baden-Württemberg: "SWR1 Leute: Gisela Mayer, Aktionsbündnis Winnenden, und Jens Rabe, Rechtsanwalt, im Gespräch"

Sendung im SWR Fernsehen

6. März 2019, 21 Uhr, SWR Fernsehen: "Die Wunden des Amoklaufs - Winnenden 10 Jahre danach" Online first ab 1. März 2019 auf www.SWRmediathek.de

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