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"Brüder Kühn": Dokumentarfilmer Stephan Lamby porträtiert für 3sat zwei deutsche Jazz-Größen

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Begnadete Jazz-Musiker: Joachim Kühn (oben) und Rolf Kühn (unten) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6348 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/3sat/ZDF/Steffen Bohnert"

Begnadete Jazz-Musiker: Joachim Kühn (oben) und Rolf Kühn (unten) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/6348 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/3sat/ZDF/Steffen Bohnert"

Samstag, 21. September 2019, 20.15 Uhr Erstausstrahlung Es gibt nur wenige deutsche Jazzmusiker von Weltrang

Mainz (ots) -

Samstag, 21. September 2019, 20.15 Uhr Erstausstrahlung

Es gibt nur wenige deutsche Jazzmusiker von Weltrang. Gleich zwei davon kommen aus einer Familie: die Brüder Rolf und Joachim Kühn. Rolf Kühn, Meister der Jazz-Klarinette, arbeitete mit den Giganten des Jazz, darunter Benny Goodman und Count Basie. Seine Markenzeichen bis heute: unendliche Neugier und Experimentierlust. Joachim Kühn, Klaviervirtouse von Weltruhm, steht ihm in nichts nach. Legendär sein Trio mit Jean-François Jenny-Clark und Daniel Humair und sein Duo mit Free-Jazz-Ikone Ornette Coleman. Bis heute beschreitet er mit seiner Musik neue Wege.

Der Dokumentarfilmer und Jazz-Kenner Stephan Lamby, der für seine politischen Dokumentationen vielfach ausgezeichnet wurde (Deutscher Fernsehpreis, Journalist des Jahres 2018, Goldene Kamera, Bayerischer Fernsehpreis), erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte der beiden Brüder und beobachtet sie auf ihren Tourneen. 3sat zeigt den Dokumentarfilm "Brüder Kühn - Zwei Musiker spielen sich frei" am Samstag, 21. September 2019, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung.

Der Jazz-Film ist auch eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte - aus Sicht der beiden Musiker. Er schildert die Anfänge der Kühns als Zirkusfamilie, erzählt von den Kriegswirren, von Joachims Flucht aus der DDR, verfolgt ihre unterschiedlichen Karrieren in den USA und Europa und beobachtet die liebevolle Beziehung zweier Brüder, die ihre menschliche und musikalische Freiheit genießen.

Joachim Kühn ist 1944 in Leipzig geboren und lebt heute auf Ibiza. Aus seinem Pool hat er schon lange das Wasser gelassen, weil er ohnehin nicht schwimmen geht. Auch mit 75 Jahren konzentriert er sich noch immer voll auf die Musik: "Ich versuche, alles zu eliminieren, was mich im Leben stört, diese Fliege zum Beispiel", sagt er lachend und verscheucht ein Insekt aus seinem Gesicht. Er versucht, so frei zu leben, wie es irgend geht. Für "Katzen, Köter, Kinder, Kirche" habe er keine Zeit. Joachim Kühn ist Pianist, Saxophon spielt er außerdem, beides brillant.

Sein 15 Jahre älterer Bruder Rolf Kühn lebt in Berlin. Obwohl er am 29. September 2019 90 Jahre alt wird, hat er nichts von seiner Neugier und seinem Ehrgeiz verloren. Wie Joachim gibt auch er ein Konzert nach dem anderen. Rolf Kühn ist als Klarinettist immer noch sehr gefragt - fast so wie Ende der 1950er-Jahre in seiner Zeit bei Benny Goodman in New York. Aber musikalisch fühlt er sich heute freier als jemals zuvor. Neben der Musik interessiert sich Rolf für Geschichte, auch für die seiner eigenen Familie. So hat er in Leipzig einen Stolperstein verlegen lassen, zum Gedenken an seine Tante, die von den Nationalsozialisten in Auschwitz getötet wurde.

Ansprechpartnerin: Jessica Zobel, Telefon: 06131 - 70-16293; Presse-Desk, Telefon: 06131 - 70-12108, pressedesk@zdf.de

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 70-16100, und über presseportal.zdf.de/presse/bruederkuehn

Video-Stream: kurz.zdf.de/8c0/

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