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"Museumsbesucher wollen wissen, woher die Objekte kommen"

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© SWR/David Ausserhofer, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung "Bild: SWR/David Ausserhofer" (S2). SWR-Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-24429, foto@swr.de Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7169 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SWR - Südwestrundfunk"

Restitutionsexpertin Bénédicte Savoy über den Umgang mit Kulturgütern aus Afrika / SWR2 Zeitgenossen, 5.1., 17:05 Uhr / auf www.SWR2.de und in der ARD Audiothek Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben, sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in SWR2 Zeitgenossen

Restitutionsexpertin Bénédicte Savoy über den Umgang mit Kulturgütern aus Afrika / "SWR2 Zeitgenossen", 5.1., 17:05 Uhr / auf www.SWR2.de und in der ARD Audiothek

"Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben", sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in "SWR2 Zeitgenossen". Die französische Kunsthistorikerin und ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldt Forums plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst: "Die Zeit ist so weit, dass immer mehr Museumsbesucher wissen wollen, woher die Objekte kommen." Und weiter: "Genauso wie sie wissen wollen, woher ihre Klamotten kommen, wollen sie wissen, woher das Kulturgut in unseren Museen kommt und das ist ein legitimes Verlangen." SWR2 sendet das Gespräch mit Bénédicte Savoy am 5. Januar um 17:05 Uhr.

Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

Savoy fordert Rückgabe afrikanischer Objekte Bénédicte Savoy untersucht im Auftrag des französischen Präsidenten die Möglichkeit der Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern, die sich in französischen Museen befinden. "Für mich war die größte Erkenntnis aus der Beschäftigung mit Afrika, dass es nicht geht, dass die Jugend in Afrika, d. h. 60 Prozent der Bevölkerung, die unter 25 Jahre alt ist, überhaupt keinen Zugang zum eigenen Kulturerbe hat." Sie fordert daher in "SWR2 Zeitgenossen" die Rückgabe afrikanischer Objekte aus westlichen Museen.

Bénédicte Savoy

Nach ihrem Studium an der École normale supérieur promovierte Bénédicte Savoy im Jahr 2000 mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland. Nach Stationen am Centre Marc Bloch, der Technischen Universität und der Freien Universität in Berlin wurde sie 2003 zunächst Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin. Zugleich unterrichtet Savoy am Collège de France in Paris. 2016 wurde der Kunsthistorikerin der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis verliehen. Im Sommer 2017 verließ sie aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldtforums. Die Macher würden ihrer Ansicht nach die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit ihrer Sammlungen vernachlässigen.

Online First ab sofort auf der SWR2 Homepage und in der ARD Audiothek. Kostenfreie Fotos auf www.ARD-foto.de

Weitere Informationen unter swr.li/swr2-zeitgenossen-benedicte-savoy

Pressekontakt: Oliver Kopitzke, Telefon: 07221 929-23854, oliver.kopitzke@swr.de

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Restitutionsexpertin Bénédicte Savoy über den Umgang mit Kulturgütern aus Afrika / SWR2 Zeitgenossen, 5.1., 17:05 Uhr / auf www.SWR2.de und in der ARD Audiothek Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben, sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in SWR2 Zeitgenossen

Restitutionsexpertin Bénédicte Savoy über den Umgang mit Kulturgütern aus Afrika / "SWR2 Zeitgenossen", 5.1., 17:05 Uhr / auf www.SWR2.de und in der ARD Audiothek

"Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben", sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in "SWR2 Zeitgenossen". Die französische Kunsthistorikerin und ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldt Forums plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst: "Die Zeit ist so weit, dass immer mehr Museumsbesucher wissen wollen, woher die Objekte kommen." Und weiter: "Genauso wie sie wissen wollen, woher ihre Klamotten kommen, wollen sie wissen, woher das Kulturgut in unseren Museen kommt und das ist ein legitimes Verlangen." SWR2 sendet das Gespräch mit Bénédicte Savoy am 5. Januar um 17:05 Uhr.

Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

Savoy fordert Rückgabe afrikanischer Objekte Bénédicte Savoy untersucht im Auftrag des französischen Präsidenten die Möglichkeit der Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern, die sich in französischen Museen befinden. "Für mich war die größte Erkenntnis aus der Beschäftigung mit Afrika, dass es nicht geht, dass die Jugend in Afrika, d. h. 60 Prozent der Bevölkerung, die unter 25 Jahre alt ist, überhaupt keinen Zugang zum eigenen Kulturerbe hat." Sie fordert daher in "SWR2 Zeitgenossen" die Rückgabe afrikanischer Objekte aus westlichen Museen.

Bénédicte Savoy

Nach ihrem Studium an der École normale supérieur promovierte Bénédicte Savoy im Jahr 2000 mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland. Nach Stationen am Centre Marc Bloch, der Technischen Universität und der Freien Universität in Berlin wurde sie 2003 zunächst Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin. Zugleich unterrichtet Savoy am Collège de France in Paris. 2016 wurde der Kunsthistorikerin der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis verliehen. Im Sommer 2017 verließ sie aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldtforums. Die Macher würden ihrer Ansicht nach die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit ihrer Sammlungen vernachlässigen.

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Restitutionsexpertin Bénédicte Savoy über den Umgang mit Kulturgütern aus Afrika / "SWR2 Zeitgenossen", 5.1., 17:05 Uhr / auf www.SWR2.de und in der ARD Audiothek

"Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben", sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in "SWR2 Zeitgenossen". Die französische Kunsthistorikerin und ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldt Forums plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst: "Die Zeit ist so weit, dass immer mehr Museumsbesucher wissen wollen, woher die Objekte kommen." Und weiter: "Genauso wie sie wissen wollen, woher ihre Klamotten kommen, wollen sie wissen, woher das Kulturgut in unseren Museen kommt und das ist ein legitimes Verlangen." SWR2 sendet das Gespräch mit Bénédicte Savoy am 5. Januar um 17:05 Uhr.

Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

Savoy fordert Rückgabe afrikanischer Objekte Bénédicte Savoy untersucht im Auftrag des französischen Präsidenten die Möglichkeit der Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern, die sich in französischen Museen befinden. "Für mich war die größte Erkenntnis aus der Beschäftigung mit Afrika, dass es nicht geht, dass die Jugend in Afrika, d. h. 60 Prozent der Bevölkerung, die unter 25 Jahre alt ist, überhaupt keinen Zugang zum eigenen Kulturerbe hat." Sie fordert daher in "SWR2 Zeitgenossen" die Rückgabe afrikanischer Objekte aus westlichen Museen.

Bénédicte Savoy

Nach ihrem Studium an der École normale supérieur promovierte Bénédicte Savoy im Jahr 2000 mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland. Nach Stationen am Centre Marc Bloch, der Technischen Universität und der Freien Universität in Berlin wurde sie 2003 zunächst Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin. Zugleich unterrichtet Savoy am Collège de France in Paris. 2016 wurde der Kunsthistorikerin der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis verliehen. Im Sommer 2017 verließ sie aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldtforums. Die Macher würden ihrer Ansicht nach die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit ihrer Sammlungen vernachlässigen.

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Restitutionsexpertin Bénédicte Savoy über den Umgang mit Kulturgütern aus Afrika / "SWR2 Zeitgenossen", 5.1., 17:05 Uhr / auf www.SWR2.de und in der ARD Audiothek

"Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben", sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in "SWR2 Zeitgenossen". Die französische Kunsthistorikerin und ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldt Forums plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst: "Die Zeit ist so weit, dass immer mehr Museumsbesucher wissen wollen, woher die Objekte kommen." Und weiter: "Genauso wie sie wissen wollen, woher ihre Klamotten kommen, wollen sie wissen, woher das Kulturgut in unseren Museen kommt und das ist ein legitimes Verlangen." SWR2 sendet das Gespräch mit Bénédicte Savoy am 5. Januar um 17:05 Uhr.

Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

Savoy fordert Rückgabe afrikanischer Objekte Bénédicte Savoy untersucht im Auftrag des französischen Präsidenten die Möglichkeit der Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern, die sich in französischen Museen befinden. "Für mich war die größte Erkenntnis aus der Beschäftigung mit Afrika, dass es nicht geht, dass die Jugend in Afrika, d. h. 60 Prozent der Bevölkerung, die unter 25 Jahre alt ist, überhaupt keinen Zugang zum eigenen Kulturerbe hat." Sie fordert daher in "SWR2 Zeitgenossen" die Rückgabe afrikanischer Objekte aus westlichen Museen.

Bénédicte Savoy

Nach ihrem Studium an der École normale supérieur promovierte Bénédicte Savoy im Jahr 2000 mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland. Nach Stationen am Centre Marc Bloch, der Technischen Universität und der Freien Universität in Berlin wurde sie 2003 zunächst Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin. Zugleich unterrichtet Savoy am Collège de France in Paris. 2016 wurde der Kunsthistorikerin der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis verliehen. Im Sommer 2017 verließ sie aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldtforums. Die Macher würden ihrer Ansicht nach die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit ihrer Sammlungen vernachlässigen.

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"Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben", sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in "SWR2 Zeitgenossen". Die französische Kunsthistorikerin und ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldt Forums plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst: "Die Zeit ist so weit, dass immer mehr Museumsbesucher wissen wollen, woher die Objekte kommen." Und weiter: "Genauso wie sie wissen wollen, woher ihre Klamotten kommen, wollen sie wissen, woher das Kulturgut in unseren Museen kommt und das ist ein legitimes Verlangen." SWR2 sendet das Gespräch mit Bénédicte Savoy am 5. Januar um 17:05 Uhr.

Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

Savoy fordert Rückgabe afrikanischer Objekte Bénédicte Savoy untersucht im Auftrag des französischen Präsidenten die Möglichkeit der Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern, die sich in französischen Museen befinden. "Für mich war die größte Erkenntnis aus der Beschäftigung mit Afrika, dass es nicht geht, dass die Jugend in Afrika, d. h. 60 Prozent der Bevölkerung, die unter 25 Jahre alt ist, überhaupt keinen Zugang zum eigenen Kulturerbe hat." Sie fordert daher in "SWR2 Zeitgenossen" die Rückgabe afrikanischer Objekte aus westlichen Museen.

Bénédicte Savoy

Nach ihrem Studium an der École normale supérieur promovierte Bénédicte Savoy im Jahr 2000 mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland. Nach Stationen am Centre Marc Bloch, der Technischen Universität und der Freien Universität in Berlin wurde sie 2003 zunächst Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin. Zugleich unterrichtet Savoy am Collège de France in Paris. 2016 wurde der Kunsthistorikerin der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis verliehen. Im Sommer 2017 verließ sie aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldtforums. Die Macher würden ihrer Ansicht nach die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit ihrer Sammlungen vernachlässigen.

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Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

Savoy fordert Rückgabe afrikanischer Objekte Bénédicte Savoy untersucht im Auftrag des französischen Präsidenten die Möglichkeit der Rückgabe von afrikanischen Kulturgütern, die sich in französischen Museen befinden. "Für mich war die größte Erkenntnis aus der Beschäftigung mit Afrika, dass es nicht geht, dass die Jugend in Afrika, d. h. 60 Prozent der Bevölkerung, die unter 25 Jahre alt ist, überhaupt keinen Zugang zum eigenen Kulturerbe hat." Sie fordert daher in "SWR2 Zeitgenossen" die Rückgabe afrikanischer Objekte aus westlichen Museen.

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Nach ihrem Studium an der École normale supérieur promovierte Bénédicte Savoy im Jahr 2000 mit einer Arbeit über Napoleons Kunstraub in Deutschland. Nach Stationen am Centre Marc Bloch, der Technischen Universität und der Freien Universität in Berlin wurde sie 2003 zunächst Juniorprofessorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin. Seit 2009 ist sie Professorin. Zugleich unterrichtet Savoy am Collège de France in Paris. 2016 wurde der Kunsthistorikerin der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis verliehen. Im Sommer 2017 verließ sie aus Protest den wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldtforums. Die Macher würden ihrer Ansicht nach die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit ihrer Sammlungen vernachlässigen.

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"Wir dürfen nicht so tun, als ob die Objekte eines Tages mit einem Helikopter zu uns gekommen sind und plötzlich die Museen bestückt haben", sagt Bénédicte Savoy im Gespräch mit Marie-Christine Werner in "SWR2 Zeitgenossen". Die französische Kunsthistorikerin und ehemaliges Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Berliner Humboldt Forums plädiert für eine radikal neue Perspektive im Umgang mit Kunst: "Die Zeit ist so weit, dass immer mehr Museumsbesucher wissen wollen, woher die Objekte kommen." Und weiter: "Genauso wie sie wissen wollen, woher ihre Klamotten kommen, wollen sie wissen, woher das Kulturgut in unseren Museen kommt und das ist ein legitimes Verlangen." SWR2 sendet das Gespräch mit Bénédicte Savoy am 5. Januar um 17:05 Uhr.

Auf die Frage, was es mit einem Land mache, wenn das kulturelle Erbe fehlt, antwortet Savoy: "Fragen Sie Deutschland: Was hat es um 1800 gemacht, als Napoleon alles in Paris versammelt hat. Was hat Goethe darüber gesagt, was hat Schiller für Gedichte darüber geschrieben, [...] über das Gefühl des Verlustes, über die identitäre Beleidigung, die damit einhergeht." Weiter sagt sie: "Das sind ganz tiefe Verletzungen, die da entstehen, die über Generationen hinweg nicht heilen, im Gegenteil. [...] Die Wunde wird immer größer, die Verbitterung wird immer größer darüber, dass man seines kulturellen Eigentums beraubt wurde."

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