Medizin

Seuchenbekämpfung in Mosambik: Kinder besonders gefährdet / "Cholera tötet Kinder innerhalb weniger Stunden"

Seuchenbekämpfung in Mosambik: Kinder besonders gefährdet / "Cholera tötet Kinder innerhalb weniger Stunden" / Vor dem zerstörten Zuhause einer Familie, die von den SOS-Kinderdörfern unterstützt wird. Trauma-Therapeutin Teresa Ngigi, 52, ist für die Hilfsorganisation aus Triest ins Katastrophengebiet in Mosambik gereist. "Nach so einer Katastrophe sind die Menschen traumatisiert", sagt sie. "Es ist wichtig, schnell da zu sein. Das wird oft unterschätzt. Natürlich denken die Menschen zunächst an die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten, an sauberes Trinkwasser oder die Wiederherstellung der Stromversorgung. Aber auch in der psychologischen Betreuung sind die ersten Tage entscheidend." Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit"

Nach Bekanntwerden der ersten Cholerafälle in Mosambik, sind nach Angaben der SOS-Kinderdörfer besonders Kinder in großer Gefahr. Jungen und Mädchen kann die Krankheit innerhalb weniger Stunden töten, sagt Simiao Mahumana, Leiter der Hilfsorganisation in Mosambik

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Beira (ots) -

Nach Bekanntwerden der ersten Cholerafälle in Mosambik, sind nach Angaben der SOS-Kinderdörfer besonders Kinder in großer Gefahr. "Jungen und Mädchen kann die Krankheit innerhalb weniger Stunden töten", sagt Simiao Mahumana, Leiter der Hilfsorganisation in Mosambik. "Ihre jungen Körper können die innere Austrocknung und den raschen Gewichtsverlust durch den starken Durchfall nicht verkraften."

Zwar sei es in den letzten Tagen gelungen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser vor allem in Beira zu verbessern, aber die miserable sanitäre Infrastruktur trage weiterhin zu einer Ausbreitung von Seuchen bei. "Es gibt kaum Latrinen, deshalb müssen die Menschen ihre Notdurft im Freien verrichten, die Fäkalien verunreinigen das Wasser, welches die Menschen dann trinken", so Mahumana weiter. Und auch Malariamücken fänden in den stehenden Gewässern nach den Überschwemmungen ein ideales Brutgebiet. "Wir verzeichnen bereits einen Anstieg der Fälle", sagt Mahumana.

Neben dem schnellen Wiederaufbau der Trink- und Abwasserversorgung müssten jetzt dringend große Mengen an Wasserreinigungstabletten und Zucker-Salz-Lösungen gegen die Austrocknung des Körpers bei Durchfall verteilt werden. Außerdem gelte es, die Bevölkerung über die notwendigen Hygienemaßnahmen aufzuklären, um eine Ausbreitung der Erkrankungen zu verhindern.

Boris Breyer Stellvertretender Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit Tel.: 089/179 14-287 E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org www.sos-kinderdoerfer

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