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Hilfe aus der Luft für Menschen in Not / Wings for Aid und Smurfit Kappa entwickeln Verpackung für den Abwurf von Hilfsgütern aus Flugzeugen

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Rebecca2019Deutschland

Wings for Aid und Smurfit Kappa entwickeln Verpackung für den Abwurf von Hilfsgütern aus Flugzeugen. Die abgeworfenen Kartons öffnen automatisch Flügelklappen für einen sanften Sinkflug. ©Wings for Aid Foundation Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114335 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Smurfit Kappa Deutschland GmbH"

Wings for Aid und Smurfit Kappa entwickeln Verpackung für den Abwurf von Hilfsgütern aus Flugzeugen. Die abgeworfenen Kartons öffnen automatisch Flügelklappen für einen sanften Sinkflug. ©Wings for Aid Foundation Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/114335 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Smurfit Kappa Deutschland GmbH"

Ob bei Naturkatastrophen, Epidemien oder Kriegen: Am meisten leiden immer die Schwächsten in den betroffenen Gebieten. Schätzungsweise 100 Millionen Menschen in Katastrophengebieten benötigen jedes Jahr Nothilfe: Meist ist schnelles Handeln gefragt

Hamburg (ots) - Ob bei Naturkatastrophen, Epidemien oder Kriegen: Am meisten leiden immer die Schwächsten in den betroffenen Gebieten. Schätzungsweise 100 Millionen Menschen in Katastrophengebieten benötigen jedes Jahr Nothilfe: Meist ist schnelles Handeln gefragt. Hilfsgüter wie Medikamente, Nahrungsmittel, Trinkwasser oder Zelte müssen möglichst umgehend zu den Betroffenen gelangen. Elementar für die humanitäre Hilfe ist dabei die Lieferung per Flugzeug, da dies der schnellste Weg ist, und man einfacher in Gebiete gelangt, die auf dem Landweg nicht erreichbar sind.

Die Wings for Aid Foundation, ein niederländisches Start-up, das humanitären Organisationen hilft, Menschen in Not an schwer zugänglichen Orten zu erreichen, und Smurfit Kappa, Anbieter für papierbasierte Verpackungslösungen, haben sich zusammengetan, um Hilfeboxen für den Abwurf aus Flugzeugen zu entwickeln.

Tests haben gezeigt, dass die Hilfebox ohne Beschädigung des Inhalts aus einem Flugzeug abgeworfen werden kann. Bei den Tests wurde eine Packung mit 30 Eiern aus 100 Metern Höhe abgeworfen, die dabei unversehrt geblieben sind. Beim Abwurf öffnen sich die Seitenflächen des Kartons, um den Fall abzubremsen und zu stabilisieren. Die Verpackung kommt daher ganz ohne zusätzliche Polsterung oder eingebautem Fallschirm aus und hinterlässt nach Verwendung keinen ökologischen Fußabdruck (100 % biologisch abbaubar).

Die alternative Verpackungslösung

Die Lösung ist kosteneffizienter und nachhaltiger als die derzeitigen Verpackungslösungen für Luftabwürfe. Durch die Zusammenarbeit mit Smurfit Kappa erfüllt die Hilfebox alle Industriestandards. Sie kann zudem weltweit produziert werden, wodurch kosteneffektive, nachhaltige und rasch lieferbare Verpackungen auf globaler Ebene zur Verfügung gestellt werden können. Die Verpackungslösung wurde mit dem TIACA-Nachhaltigkeitspreis 2019 ausgezeichnet, was eine große Anerkennung durch die Luftfrachtindustrie bedeutet.

"Unser Ziel ist es, innerhalb von 48 Stunden an jedem Ort der Welt zu sein, und Nothilfe dort zu leisten, wo niemand sonst helfen kann", sagt Barry Koperberg, Direktor von Wings for Aid. "Wenn dann die Hilfseinsätze vor Ort geflogen werden, ist die Größe und das Gewicht der Box genau auf die Situation der Menschen in Not abgestimmt. Auch in unwegsamem Gelände können die Boxen gezielt die Menschen in Not erreichen, sodass diese sie nur noch einsammeln und sofort nutzen können."

Die Entwicklung der Verpackung

Seit 2015 hat Wings for Aid für Planung und Entwicklung der Verpackung benötigt. Mit Hilfe der F&E-Abteilung von Smurfit Kappa wurde das am besten geeignete Material definiert sowie das Design im Hinblick auf Festigkeit und einfaches Zusammenfalten verfeinert. Für die erste Produktionsserie wurde die Smurfit Kappe-Fabrik in Olen (BE) hinzugezogen, wo das Team half, die richtige Kombination von Maschinen und Werkzeugen für die Kleinserienproduktion (50-500 Stück pro Lauf) zu finden. Barry Koperberg, Geschäftsführer der Wings for Aid Foundation: "Smurfit Kappa ist so viel mehr als nur ein Lieferant für uns. Wir sehen sie als wichtigen Kooperationspartner. Ohne die F&E-Stunden, die sie in dieses Projekt gesteckt haben, hätten wir die optimierte Box nie entwickeln können."

Dank Algorithmus präzise Abwürfe möglich

Die neue Verpackung befindet sich aktuell in einer späten Testphase, wird aber schon bald einsatzbereit sein. Noch in diesem Jahr ist der Einsatz verschiedener "Kits" geplant. Diese können beispielsweise aus Lebensmitteln und Küchenutensilien, Hygieneartikeln oder medizinischen Produkten bestehen - je nachdem, in welcher Situation sich die Menschen in den Krisenregionen befinden, und welche Produkte gerade am dringendsten benötigt werden.

"Wir sind derzeit in der Lage, Kisten mit einer Kapazität von 20 kg aus 100 Metern Höhe mit einer Geschwindigkeit von 90 km/h unbeschädigt an einem vorgegebenen Ort abzuwerfen", so Barry Koperberg. Für das nächste Jahr ist eine Kapazität von zwei Tonnen pro Tag geplant, wobei mehrere ferngesteuerte Flugzeuge zum Einsatz kommen sollen.

Auch die Optimierung der Box ist ein fortlaufender Prozess. Als nächster Schritt soll die Faltung noch weiter verbessert werden, um eine zweite Version für Hochgeschwindigkeitsabwürfe mit mehr als 90 km/h zu entwerfen. Da die Größe der Boxen standardisiert wurde, ist das Hauptunterscheidungsmerkmal die Geschwindigkeit der Flugzeuge. Wings for Aid hat einen proprietären Algorithmus entwickelt, um die genaue Abwurfposition der Kiste vorherzusagen. Dieser soll in den Autopiloten integriert werden, um immer eine präzise Lieferung in die abgegrenzte und gesicherte Abwurfzone garantieren zu können, die etwa die Größe eines Tennisplatzes hat.

Frank Sinnige, Customer Experience & Innovative Director für die Smurfit Kappa Benelux-Region: "Wir haben uns sehr gefreut, bei einem so wichtigen Projekt mitwirken zu dürfen. Sie passt perfekt zu unserer Initiative "Better Planet Packaging" zur Neugestaltung von Verpackungen für eine nachhaltigere Welt."

Weiteres Bild- und Videomaterial auf Anfrage.

Pressekontakt:

Uwe Schmidt uwe.schmidt@ic-gruppe.com +49 (0) 40 899 666 25

Rebecca Epmann rebecca.epmann@ic-gruppe.com +49 (0) 40 899 666 29

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